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Fantasy-Roman „Fantasy“ Teil 2

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Pergament

– 20. Fortsetzung –

»Ich fürchte, ich habe nicht genug Geld dabei, um mir etwas davon kaufen zu können.«

»Von Kaufen war nicht die Rede. Ich habe gesagt, suche dir etwas aus, und das habe ich auch so gemeint. Vielleicht hast du ja einmal die Gelegenheit, dich zu revanchieren, wer weiß das schon. Und nun greif endlich zu, ich bin gespannt, was du nehmen wirst.«

»Darf ich fragen, wo die ganzen Waffen herkommen?«

»Ja, das darfst du. Aber ich werde dir keine Antwort darauf geben. Nimm dir einfach, was du brauchst und denk nicht weiter darüber nach, woher das Zeug stammt.«

»Ich kann wirklich frei wählen?«

»So wie ich gesagt habe. Es gibt keine Einschränkung.«

Es dauerte lange, bis Bardo sich für ein Schwert entschieden hatte. Eins nach dem anderen nahm er aus der Kiste, prüfte Material und Verarbeitung und machte ein paar Probeschwünge, um festzustellen, wie es in der Hand lag. Er versuchte es probehalber auch mit Säbel und Degen, aber damit kam er nicht so gut zurecht. Noch länger dauerte es, bis er sich für einen Bogen entschieden hatte. Immer wieder verglich er Handlichkeit, Zustand und Zug, bis er endlich zufrieden war.

Melvin hatte es sich währenddessen in einer Ecke gemütlich gemacht und schaute ihm zu. Es gefiel ihm, dass Bardo sich einigermaßen auszukennen schien. Das ließ ihn hoffen. Vielleicht schaffte es dieser Bursche ja tatsächlich, sich bis Marinda durchzuschlagen.

Als Bardo fertig war, begann Melvin, in der Kiste mit den Äxten zu herumzusuchen, steckte sich eine in den Gürtel, löschte die Wandfackeln und eilte hinaus. Bardo kam kaum hinterher. Wieso hatte der Mann das plötzlich so eilig? Am Eingang angekommen, verharrte Melvin und lugte vorsichtig hinaus. Dann gab er Bardo ein Zeichen, zurückzubleiben und schlich ins Freie. Bardo horchte gespannt. Was hatte der Krieger gesehen oder gehört? Hatten die Schergen des Königs ihn vielleicht schon aufgespürt? Er nahm seinen Bogen von der Schulter und wollte gerade einen Pfeil auflegen, als ihm klar wurde, dass er gar keine Pfeile dabei hatte. Daran hatte er nicht gedacht. Was nützte ihm ein Bogen ohne Pfeile? Nichts! Er konnte sich aber auch nicht erinnern, in einer der Kisten eine Pfeiltasche oder einen Köcher gesehen zu haben. Wütend warf er den Bogen zur Seite und zog sein neues Schwert. Langsam ging er auf den Eingang zu. Das Warten machte ihn nervös. Was machte Melvin so lange da draußen? Schließlich hielt er es nicht mehr aus und trat hinaus. Es war nichts Auffälliges zu sehen oder hören. Aber zu riechen: Ein scheußlicher Gestank stieg Bardo in die Nase, ein Gestank, der ihm bekannt vorkam, er wusste nur nicht, woher. Doch dann fiel es ihm wieder ein: Die Grünorks hatten so gestunken. Unwillkürlich ging er ein paar Schritte rückwärts und befand sich wieder im Tunneleingang. Er wusste nicht, was er tun sollte. Wenn er wartete, so wie Melvin es gewünscht hatte, kam er sich wie ein Feigling vor. Wenn er aber rausging und versuchte, den Krieger zu unterstützen, könnte er sich dessen Zorn gewiss sein, falls durch sein Eingreifen etwas schief gehen sollte. Er spitzte noch mal die Ohren, ob nicht doch etwas zu hören war. Doch außer dem Rauschen des Windes in den Blättern und Gräsern war nichts zu vernehmen, nicht einmal das ansonsten allgegenwärtige Vogelgezwitscher, abgesehen von dem Krächzen eines Raben, und das konnte man nicht gerade als Gezwitscher bezeichnen.

Es dauerte noch eine halbe Stunde, bis er endlich Schritte hörte und kurze Zeit später Melvin wieder auftauchte. Bardo merkte sofort, dass etwas nicht stimmte, zu sorgenvoll schaute der Waldläufer drein.

»Grünorks«, sagte er nur.

»Ich weiß«, antwortete Bardo, »ich habe es gerochen. Wie viele?«

»Sehr viele, mindestens hundert, vielleicht auch zweihundert. Sie marschieren nach Westen.«

»Dann kommen sie ja direkt aus Kirlana – oder nicht?«

»Doch, höchstwahrscheinlich jedenfalls.«

»Wie sind sie da durchgekommen? Zweihundert Orks sollten doch aufzuhalten sein; soviel Soldaten sollte doch selbst der König von Kirlana haben, um das zu schaffen!«

»Entweder haben sie doch einen anderen Weg genommen, oder sie haben sich unbemerkt durch Kirlana geschlichen.«

»Wie können denn zweihundert Orks durch ein ganzes Land schleichen, ohne bemerkt zu werden? Das halte ich für ausgeschlossen!«

»Magie.« Melvin sagte das so selbstverständlich, als würde er seinem Gegenüber erklären, dass man zum Backen Mehl benötigte.

Bardo konnte es nicht fassen. Schon wieder Magie! War es tatsächlich möglich, dass selbst die Orks etwas vom Zaubern verstanden, während er selber erst in den letzten Tagen damit in Berührung gekommen war? Vielleicht träumte er diesen ganzen Unsinn ja nur. Er biss sich auf die Zunge, um wach zu werden, mit dem Ergebnis, dass die Zunge nun blutete und schmerzte. War wohl doch kein Traum.

»Orks können zaubern? Das kann ich nicht glauben.«

»Sie werden nicht selber zaubern können. Aber mit Hilfe von König Braccs dunklen Magiern werden sie eine Möglichkeit gefunden haben, unbemerkt Kirlana zu durchqueren. Genauso wie sie jetzt fast lautlos marschieren. Nur der Gestank hat sie verraten, sonst hätten wir sie gar nicht bemerkt. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Du musst sofort aufbrechen, auch wenn es noch hell ist, aber je eher du bei Marinda eintriffst, desto besser. Waffen hast du ja jetzt.«

Er zögerte, bevor er weitersprach. »Vielleicht sollte ich dich doch begleiten. So wie es aussieht, habe ich nämlich was zu erledigen in Kirlana. Ich werde das mit Selma besprechen. Lass uns zu ihr gehen.«

...

Eine Stunde später waren sie zu Dritt unterwegs Richtung Kirlana. Selma hatte darauf bestanden, mitzukommen. Melvin war zunächst dagegen gewesen, das gemeinsame Heim ohne Aufsicht zu lassen, aber schließlich hatte er eingesehen, dass die Vorteile nicht von der Hand zu weisen waren, wenn sie Selma dabei hatten. Die beiden Männer waren ordentlich bewaffnet und gut gerüstet. Das kalte Metall des Kettenhemdes auf der bloßen Haut war für Bardo zunächst noch ungewohnt, doch Melvin und Selma hatten darauf bestanden, dass er es annahm und auch sofort anzog und dass er es direkt auf der Haut trug. Er wunderte sich, wie leicht es war. Und er wunderte sich auch darüber, dass Selma außer ihrem Dolch überhaupt keine Waffe dabei hatte. Auch trug sie keine besondere Rüstung außer einem tiefschwarzen Umhang, der ihr bis an die Knöchel reichte und vorne mit einer Fibel zusammengehalten wurde. Er bestand aus einem seltsamen Stoff, der eigenartig schimmerte, und zwar je nach Lichteinfall völlig unterschiedlich.

Es war sehr heiß geworden im Laufe des Nachmittags; die Sonne sandte unbarmherzig ihre scharfen Strahlen auf die drei Wanderer hinab und wurde dabei auch nicht von einer noch so kleinen Wolke gehindert. Der staubige Weg führte in vielen Windungen stetig bergan, wobei es Bardo so vorkam, als würde die Steigung immer noch zunehmen. Nach wie vor gab es zu beiden Seiten der Straße dichtes Buschwerk und vereinzelt Baumgruppen, so dass es nicht schwer werden sollte, notfalls schnell ein Versteck zu finden. Sie mussten nur ständig auf der Hut sein, was Bardo bei dieser Hitze schwer fiel. Die Kleidung klebte an seinem verschwitzten Körper fest, nur das Kettenhemd schien ihn nach wie vor kühlen zu wollen. Seltsam. Er schaute nach vorn zu seinen beiden Begleitern. Sie schienen überhaupt nicht zu ermüden und gaben ein unvermindert schnelles Tempo vor, so dass Bardo Mühe hatte, ihnen zu folgen. Melvin führte die kleine Gruppe an, gefolgt von Selma. Darüber war Bardo ganz froh, so brauchte er sich nicht auch noch darum zu kümmern, den richtigen Weg zu finden.

...

»Es ist nicht mehr weit bis zur Grenze. Hier müssen wir die Straße verlassen«, raunte Melvin den beiden anderen zu, »ich schlage vor, dass Selma uns jetzt anführt. In der Wildnis kennt sie sich nämlich gut aus. Ebenso ist sie sehr bewandert in verbotenen Grenzübertretungen.« Er lachte leise.

»Glaube ihm kein Wort. Er hat nur Angst vor den Dornen und Brennnesseln. Sie könnten seine zarte Haut verletzen.«

Melvin tat so, als habe er das nicht gehört. »Ich werde den Schluss bilden und die Spuren verwischen, die mein unachtsames Weib hinterlassen wird.«

Selma sprach jetzt schnell: »Das unachtsame Weib hört Reiter. Schnell in die Büsche!« Schon war sie abgetaucht. Auch Melvin hechtete von der Straße, wobei er den Arm ausstreckte und Bardo mit sich riss. Sie rutschten ein gutes Stück den Abhang hinunter, durch Dornengestrüpp, Brennnesseln und allerlei andere Flora und blieben schließlich an einem größeren Busch hängen, hinter dem sie dann in Deckung gingen. Gerade noch rechtzeitig, denn schon hörte auch Bardo den Hufschlag, der rasch näher kam. Er hielt nach Selma Ausschau, konnte sie aber nirgends entdecken. Er hoffte, dass auch sie ein gutes Versteck gefunden hatte. Schon waren die Reiter heran; sie preschten in gestrecktem Galopp nach Osten. Sie wollten also offensichtlich nach Kirlana, genau wie Bardo und seine beiden neuen Gefährten. Bardo konnte die Berittenen von seinem Standort aus nicht sehen, er hörte nur das dumpfe Trommeln der Hufe auf dem festen Boden. Es schienen nicht sehr viele zu sein, und das Geräusch der Hufschläge entfernte sich so rasch wie es gekommen war. Bardo und Melvin schauten sich an.

»Das war knapp. Wir müssen vorsichtiger sein.« Melvin schaute sich suchend nach Selma um, konnte sie jedoch nirgends entdecken, was ihn aber nicht weiter zu beunruhigen schien.

– Fortsetzung folgt –